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Neue Kultur der Zusammenarbeit schaffen
Von einer guten Zusammenarbeit zwischen Pflegediensten und Ärzten profitieren letztendlich nicht nur Kunden bzw. Patienten. Häufig berichten beide Seiten jedoch von einem schwierigen Miteinander.
Durch neue Gesetze und Richtlinien sowie der Vorgabe „ambulant vor stationär“ gewinnt die Zusammenarbeit künftig noch an Intensität. Zeit, das gemeinsame Wirken auf den Prüfstand zu stellen und Strategien für verbesserte Kooperationen zu entwickeln.

Plädoyer: Nicht nur das Management, auch Pflegekräfte müssen den Wert ihrer Arbeit vertreten
Professionelle Pflege wird verstärkt nachgefragt und Pflegedienste stellen sich darauf ein: Sie bilden ihre Fachkräfte fort, sie investieren und passen sich komplexer werdenden Bedarfen an. Trotzdem meinen immer noch viele Kunden, Pflege dürfe nichts kosten. Diese „Grundhaltung“ gilt es, aus den Köpfen zu vertreiben. Management und Pflegekräfte müssen täglich zum Wert ihrer Profession stehen.
Eine Frage der Einstellung also – Aufgabe des Managements ist es, sie mit Nachdruck zu vermitteln!
Seit dem 9. Mai 2011 werden über den "registergestützten Zensus" Bevölkerungsdaten in Deutschland erhoben. Die Befragung, die auch noch über die kommenden Wochen stattfindet, könnte Pflegedienste betreffen, wenn sie betreute WGs anbieten oder aber wenn Klienten sie im Rahmen der "Haushaltsbefragung" um Unterstützung bitten sollten. Anders als bei der letzten "Volkszählung" von 1987 werden im Rahmen der Haushaltsbefragung beim Zensus 2011 durchschnittlich zehn Prozent der Einwohner befragt. Trifft die Zufallsstichprobe einen Kunden Ihres ambulanten Pflegedienstes, ist folgendes wichtig:

Die meisten Vertragsgespräche (also die Gespräche, bei denen man den ersten direkten Kundenkontakt hat und klärt, ob man einen Pflegevertrag abschließen kann oder nicht) beginnen meist nach der Begrüßungsphase ungefähr mit folgender Frage des Pflegedienstmitarbeiters: „Was können wir für Sie tun?“
Was ist an dieser Frage problematisch? Wenn man einmal genauer hin sieht, eigentlich alles! Vor allem, wenn es um Kunden geht, die bisher noch nicht von einem Pflegedienst versorgt wurden! Warum?
Die Gesprächspartner, denen man dann im Erstgespräch gegenübersitzt,
Daher stellt sich die Frage, ob ein solcher Einstieg („Was können wir für Sie tun?“) nicht systematisch falsch ist?
Damit Sie nicht in diese Falle geraten hier ein anderer Vorschlag zum Vorgehen:
Die im Artikel genannten weiteren Dateien finden Sie hier:
„Angebote rund um das Leben im Alter machen“
Die Nachfrage nach ambulanten Dienstleistungen wächst, doch vielerorts fehlen die Pflegekräfte. Pflegenoten stehen zugleich für ein sich wandelndes Anspruchsdenken an die Qualität von Pflegedienstleistungen. Strategien ambulanter Dienste, diese Markteinflüsse zu meistern, nennt Andreas Heiber auf den HÄUSLICHE PFLEGE Jahresgesprächen am 9. November 2010 in Köln.

Gerade wenn es Pflegediensten wirtschaftlich schlechter geht, schaut die Geschäftsführung meist intensiv auf die Kosten und Möglichkeiten der Kostenreduzierung. Nicht selten werden dann die Personalkosten besonders intensiv durchforstet und versucht, diese (beispielsweise durch Notlagenregelungen oder Austritt aus Tarifwerken) zu optimieren. Ob dies auch strategisch ein sinnvoller Weg ist, dürfte mehr als strittig sein. Eine angemessene Bezahlung des Personals wird schon allein angesichts des sich weiter verschärfenden Wettbewerbs um Fachkräfte nicht nur notwendig sein, sondern ein Wettbewerbsvorteil werden.
Während man intensiv die Kosten durchforstet, bleiben die Erlöse weitgehend unbeobachtet. Dabei lassen sich hier oftmals vergessene Leistungen oder nicht erkannte Umsatzpotentiale finden.
Eine darauf gerichtete Analyse sollte auf zwei Ebenen erfolgen: im Detail gerade der Pflegeversicherungsleistungen sowie in der Betrachtung aller Erlöse.

Häufig erfolgt die Einsatzplanung noch rein intuitiv: Pläne der Vorgänger-PDL werden übernommen und Touren erstellt, die Mitarbeiter unterwegs nach Belieben „kreativ“ umgestalten. Ein regelmäßiger Soll-Ist-Abgleich einzelner Einsatzzeiten bleibt aus – dabei liefert dieser Erkenntnisse, die über Erfolg bzw. Misserfolg des Pflegedienstes entscheiden. Eine genaue Einsatzplanung bedeutet anfangs mehr Arbeitsaufwand. Bessere Ergebnisse und zufriedenere Kunden aber rechtfertigen diesen.
Eine kleine Kennzahlenkritik
Ohne Frage: Kennzahlen sind wichtig und hilfreich zum Steuern. Sie verdichten Informationen und Tendenzen in einer oder mehreren Parametern und erlauben so in Kurzform eine aktuelle Übersicht über die betriebliche Situation. Kennzahlen eignen sich auch zum externen Vergleich, sei es anonym oder innerhalb eines Verbandes. Soweit zur Theorie: aber welche Kennzahlen helfen wirklich bei der Steuerung, Beurteilung und beim Vergleich eines Pflegedienstes?

So prüft Sie künftig der MDK
Im Zuge der Pflegereform 2008 musste der GKV-Spitzenverband unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes die Qualitätsprüfungsrichtlinie (QPR) den gesetzlichen Vorgaben anpassen. Insbesondere die Kriterien der Pflegetransparenzvereinbarung galt es zu integrieren; sie werden zukünftig im Rahmen der MDK-Prüfung abgefragt und bilden ein gesondertes Prüfergebnis. Dieses werden die Pflegekassen künftig, versehen mit Schulnoten, veröffentlichen.
Neue Wettbewerber: AGnES, VERAH & MoPrA - Eine Gefahr für die Häusliche Pflege?
Seit dem 1. April 2009 können Praxisassistentinnen unter bestimmten Voraussetzungen ärztlich angeordnete Hilfeleistungen in der Häuslichkeit von Patienten erbringen. Ärzte erhalten pauschal 17 Euro für von nichtärztlichen Praxisassistentinnen erbrachte Leistungen in der Häuslichkeit des Patienten.
Gleichzeitig ist es den Ärzten durch Lobbyarbeit gelungen, eine Kompetenzerweiterung der Pflege (§ 63 SGB V) auf Modellversuche zusammenzustutzen.
Pflegedienste müssen die eigene Tochter ersetzen können
Häusliche Pflege beginnt mit Haushalts- und Alltagshilfen, sagt Branchenkenner Andreas Heiber. Im Interview mit der Zeitschrift HÄUSLICHE PFLEGE rät Heiber Pflegediensten dazu, den Wettbewerb nicht über den Preis zu suchen, sondern durch den besonderen Service zu punkten, alles aus einer Hand anzubieten. "Die Hauswirtschaft wird in der Pflege häufig nicht ernst genommen und läuft so nebenher mit", kritisiert Heiber, dabei gehörten Dienstleistungen rund um das Leben im Alter zum Leistungsangebot jedes Pflegedienstes. "Allerdings müssen sie genauso professionell dargeboten und organisiert werden wie etwa die Pflege." Das bedeutet: Die Alltagsbegleiterin des Pflegedienstes muss die eigene Tochter beim Einkaufen "ersetzen" können und eine entsprechend hohe Leistungsqualität bieten. "Dann spielt der Preis eine eher geringere Rolle, zumal man hier auch die Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigen könnte", sagt Heiber. Pflegedienste müssten Alltagsdienstleistungen endlich aus dem "Stiefmütterchendasein" befreien. Wie all dies gelingen kann, skizziert er in einem Vortrag und einem vertiefenden Workshop auf den HÄUSLICHE PFLEGE Jahresgesprächen am 3. und 4. November 2009 in Köln.
Die Chancen der neuen Gesetze - Greifen Sie zu!
Die Botschaft geht am Kern vorbei!
Hannovers Landesbishöfin Margot Käßmann klagte jüngst, die Kassen würden Pflege nicht ausreichend finanzieren, deshalb erwäge die Landeskirche den Ausstieg aus der ambulanten Pflege.
Wer so argumentiert, macht es sich zu einfach! Unbequemer aber besser wäre es, den Menschen zu sagen, dass professionelle Pflege ihren Preis hat und auch eigene Zuzahlung erfordert.
Wer Kunden halten und neue gewinnen will, muss Angebote nach deren Bedürfnissen entwickeln.
"Ambulante Alternativen anbieten" zum Thema: "Vom Pflegedienst zum Ambulanten Dienstleistungszentrum: auf diese Module kommt es an"
EBM heißt das Vergütungssystem nach dem von Ärzten erbrachte, ambulante Kranken-versicherungsleistungen abgerechnet werden.
Seit dem 1. Januar 2008 gilt eine Neufassung mit deutlichen Änderungen, die auch indirekt die ambulante Pflege betreffen.
Die Stiftung Warentest hat das Buch “Pflege zu Hause, So organisieren Sie die Hilfe“ von Sabine Keller 2007 neu aufgelegt.
Unser Fazit: Durchgefallen!
Mit professioneller Webseite Kunden erreichen
Zur professionellen Vermarktung eines Pflegedienstes gehört heute eine aussagekräftige Internetseite.
Auch Ärzte sind zur Einführung eines QM-Systems verpflichtet - was die Zusammenarbeit mit Pflegediensten beeinflusst.
Mehr zum Thema Qualitätsmanagement
Der Internetauftritt als Aushängeschild.
Um für eine wachsende Gruppe von Kunden sichtbar zu sein, braucht ein Pflegedienst eine aussagefähige Internetseite.
"Spielraum zum Ausbau neuer Angebote" -
Die aktuelle Pflegestatistik: Entwicklung der ambulanten Pflege von 2001 bis 2005
Die nähere Betrachtung der aktuellen Pflegestatistik lässt Rückschlüsse zu auf Entwicklungen und Trends des ambulanten Pflegemarktes: Wichtige Hinweise für das Pflegedienstmanagement, wenn es darum geht, das Marktpotenzial einzelner Leistungen und den Wettbewerb einzuschätzen.
Der Umzug ins Heim bei zunehmender Pflegebedürftigkeit ist kein Muss. Die Häusliche Pflege kann viel mehr Versorgungssicherheit und -vielfalt bieten - und das oft noch preisgünstiger - als viele Pflegebedürftige und Angehörige vermuten. Pflegedienste sind hier gefordert Kundenbedürfnisse besser zu bedienen.
Vortrag auf der Fachtagung Häusliche Pflege Dialog 2005
Einzelverhandlungen führen zu höheren Preisen
Ambulante Einzelverhandlungen als Chance zur Verbesserung der Vergütungssituation nutzen
Mehr zum Thema Betriebswirtschaft
Pflegekassen wollen Katalogvereinheitlichung in Niedersachsen und fordern immer mehr Wohlfahrtseinrichtungen zu Einzelvergütungsverhandlungen auf.
Das Projekt "Ihre Zeit": Privatleistungen über Guthabenkarten abrechnen:
Eine neue Form der Versorgung für die ambulante Pflege
Weitere Informationen auf der Homepage: Ihre-Zeit.SysPra.de
Die Touren- und Wegeplanung mit Plankarten optimieren
Mehr zum Thema Einsatzplanung
Einsatzplanung: der erlösbringende Einzelfall ist ein schlechter Ratgeber
Dienste, die Betreutes wohnen anbieten, sollten sich am Individualbedarf des Kunden orientieren
Pflegedienste im Deutschlandvergleich - auf der Basis der Pflegestatistik 2001.
Zur Studie: Marktentwicklung
Die Schere geht weit auseinander
Ein Bundesländer übergreifender Vergleich der SGB XI-Vergütung zeigt, wo die Anhebung der Sätze dringend erforderlich wäre.
Mehr dazu: Vergütung Pflegeversicherung
Mit dynamischen Kennzahlen schnell die wirtschaftliche Notlage des Betriebs erkennen.Unter Mitarbeit von Susanne Westhoff und Gerd Nett.
Dynamische Kennzahlen zur Unternehmensentwicklung: Bestellung über den SysPra Online-Shop als Download-Version
Aus Zwei mach Eine?
In der Hoffnung auf Synergien legen Träger Pflegedienste zusammen - ein Schritt, der Risiken mit sich bringt.
Warum das BSG-Kompressionsstrumpfurteil eine fatale Preisreduktion einleiten könnte.
Weist ein Pflegedienst eine sachgerechte Kostenrechnung vor, hat er bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung nichts zu befürchten.
Mehr zum Thema Kostenrechnung
Der Vergleich hinkt!
Lt. BSG eignet sich bei Vergütungsverhandlungen der Preisvergleich stationärer Einrichtungen. Für die ambulante Pflege gilt dies nicht ohne weiteres.
Was kostet eine Stunde Grundpflege Pflegeversicherung?
Neuer Kontenrahmen ermöglicht klare Aufteilung von Kosten und Einnahmen nach unterschiedlichen Leistungsarten
Buch: Kostenrechnung für die ambulante Pflege
Chancen vertan: die neue, überarbeitete Prüfanleitung für den MDK geht teilweise an der Praxis vorbei.
Wie arbeiten wir wirklich!
Praxisprojekt zur Arbeitszeitverteilung in der ambulanten Pflege, unter Mitarbeit von Susanne Westhoff.
Mehr zum Thema: Zeiterfassung
Fort- und Weiterbildung in der ambulanten Pflege
von Gabi Mergener und Andreas Heiber
Zur Diskussion um die Vergütungssysteme und die Einführung des Kasseler Modells.
Professionelle Pflege durch Teamentwicklung
von Monika Nickelsen und Andreas Heiber
Mehr zum Thema: Heimliche Leistungen
Einsatzplanung in der ambulanten Pflege
Mehr zum Thema Einsatzplanung
Mehr zum Thema Heimliche Leistungen
Punkt für Punkt zur Qualität
Kennzahlenssystem als Werkzeug zur Selbsteinschätzung.
Bewusster Umgang mit dem Verhältnis von Zeit, Geld und Qualität in der ambulanten Pflege.
Mehr zum Thema: Der Mülleimer!
Mehr zum Thema: Heimliche Leistungen
Die Pflegelandschaft ist in Bewegung. Seit der Einführung der Pflegeversicherung gibt es eine Reihe von Entwicklungen, die teilweise schleichend, zum Teil mit lauten Zwischenrufen die Pflegelandschaft verändern und verändern werden. Dazu einige Anmerkungen:
In Hessen findet ein Kurswechsel in der Pflegeversicherung statt. Dort werden die gerade eingeführten Leistungskomplexe zugunsten einer Stundenregelung wieder ausgeführt.
Anmerkungen zum ersten SGB XI Änderungsgesetz.
Seminar zur leistungsgerechten Vergütung und Verhandlungsführung in der Pflegeversicherung.
Zur Einführung der Pflegebuchführungsverordnung.